In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2026 ist es wieder so weit: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Um 2:00 Uhr nachts springt die Uhr auf 3:00 Uhr – wir verlieren eine Stunde Schlaf. Für viele Menschen ist das mehr als eine kleine Unbequemlichkeit. Der Körper braucht Zeit, um sich anzupassen, und das spürt man oft noch Tage danach.
Wann genau wird die Uhr umgestellt?
Die Sommerzeit beginnt in Deutschland in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 29. März 2026. Um 2:00 Uhr wird die Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt. Das bedeutet: Die Nacht von Samstag auf Sonntag ist eine Stunde kürzer als gewohnt.
Praktisch gesehen müssen Sie keine Angst haben, am Sonntagmorgen verschlafen. Smartphones und Computer stellen sich automatisch um. Bei alten Weckern, Küchen- und Wanduhren sowie der Armbanduhr sollten Sie aber manuell nachhelfen.
Warum fühlen sich viele Menschen nach der Zeitumstellung schlapp?
Der innere Takt des Körpers – der sogenannte zirkadiane Rhythmus – richtet sich nach Licht und Dunkelheit. Wenn wir eine Stunde früher aufstehen müssen, als unser Körper es gewohnt ist, entsteht ein kleines Schlafdefizit. Das fühlt sich anfangs manchmal an wie leichter Jetlag.
Typische Beschwerden in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung sind:
- Müdigkeit und Konzentrationsprobleme am Morgen
- Schlafprobleme – man liegt abends länger wach, weil es noch hell ist
- Gereiztheit und leichte Stimmungsschwankungen
- Appetitveränderungen, da auch der Hunger einem gewissen Takt folgt
Bei den meisten Menschen dauert die Anpassungsphase drei bis sieben Tage. Wer einen ohnehin unregelmäßigen Schlafrhythmus hat, braucht manchmal etwas länger.
Tipps: So kommen Sie besser durch die Umstellung
Langsam anpassen statt abrupt umstellen
Der einfachste Trick ist, sich schon einige Tage vorher vorzubereiten. Gehen Sie ab Mittwoch oder Donnerstag vor der Umstellung jeweils 15 bis 20 Minuten früher ins Bett – und stehen Sie auch entsprechend früher auf. So trifft die Zeitumstellung Ihren Körper nicht kalt.
Tageslicht nutzen
Licht ist das stärkste Signal, das unsere innere Uhr kennt. Gehen Sie nach der Umstellung morgens möglichst früh nach draußen – selbst wenn der Himmel bedeckt ist. Das natürliche Licht hilft dem Körper, den neuen Rhythmus schneller zu übernehmen. Eine kurze Runde um den Block nach dem Frühstück reicht völlig.
Abends früher abdunkeln
Weil es durch die Sommerzeit abends länger hell bleibt, kann es schwerer fallen einzuschlafen. Verdunklungsvorhänge oder eine Schlafmaske helfen dabei. Auch helles Bildschirmlicht von Smartphone oder Laptop am späten Abend sollte reduziert werden – es signalisiert dem Gehirn, dass noch Tag ist.
Koffein mit Bedacht einsetzen
Ein Kaffee morgens ist in Ordnung. Mehrere Tassen über den Tag verteilt verzögern aber das Einschlafen am Abend noch weiter. Versuchen Sie, nach 15 Uhr auf Koffein zu verzichten – zumindest in der ersten Woche nach der Umstellung.
Kinder und Tiere brauchen extra Aufmerksamkeit
Kleine Kinder und Haustiere haben oft noch mehr Schwierigkeiten mit dem Rhythmuswechsel als Erwachsene. Bei Kindern empfiehlt es sich, die Schlaf- und Essenszeiten schon ab Donnerstag in kleinen Schritten anzupassen. Haustiere – vor allem Hunde und Katzen – sollten ihre Fütterungszeiten ebenfalls schrittweise verschoben bekommen.
Die Debatte um die Zeitumstellung
Seit Jahren diskutiert die EU über eine Abschaffung der Zeitumstellung. Ein entsprechender Beschluss des Europaparlaments liegt schon seit 2019 vor – doch eine einheitliche Einigung der Mitgliedsstaaten lässt weiter auf sich warten. Das Problem: Wenn jedes Land selbst entscheidet, ob es dauerhaft bei Sommer- oder Winterzeit bleibt, entstehen innerhalb Europas neue Zeitzonengrenzen.
Bis es eine Lösung gibt, bleibt die halbjährliche Uhrumstellung Realität. Für 2026 bedeutet das: Die nächste Zeitumstellung zurück zur Winterzeit findet am 25. Oktober 2026 statt – dann werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt, und wir gewinnen eine Stunde Schlaf zurück.
Checkliste: Was tun rund um die Zeitumstellung?
Damit Sie gut vorbereitet sind, hier eine kurze Ubersicht der wichtigsten Punkte:
- Manuelle Uhren am Samstag vor dem Schlafengehen vorstellen
- Schlafenszeit ab Donnerstag etwas vorverlegen
- Sonntagmorgen fruh nach draußen gehen fur frisches Tageslicht
- Koffein nach 15 Uhr meiden
- Kinder- und Tierrutinen bereits ab Donnerstag anpassen
- Abends fur Dunkelheit im Schlafzimmer sorgen
Die Zeitumstellung ist lastig, aber gut zu managen. Mit ein bisschen Vorbereitung merken die meisten Menschen nach wenigen Tagen kaum noch einen Unterschied – und freuen sich stattdessen uber die langen, hellen Abende des Fruhlings.
