Wie lange sollte man das Badezimmer lüften damit kein Schimmel entsteht?

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Schimmel entsteht, wenn in einem Raum – gerade im Badezimmer bei niedrigen Temperaturen – eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, die nicht heraus kann. Richtiges Lüften ist daher unumgänglich, wenn die gesundheitsschädliche Schimmelbildung vermieden werden soll

Anzeichen für hohe Luftfeuchtigkeit im Badezimmer

  • Wenn die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer zu hoch ist, beschlagen Fenster und Spiegel.
  • Für denjenigen, der das feuchte Badezimmer betritt, fühlt sich die sehr feuchte Luft unangenehm an.
  • Wenn heißes Wasser fließt, kann es außerdem zur Bildung von Wasserdampf kommen.
  • Schimmel bildet sich zunächst unbemerkt. Wenn die verräterischen schwarzen Flecken erst da sind, ist es eigentlich schon zu spät. Mit dem richtigen Lüften und Heizen kann die Schimmelbildung aber vermieden werden.

Wie lange muss das Badezimmer gelüftet werden?

  • Wer über ein Badezimmerfenster verfügt, hat die besten Chancen, die feuchte Luft gegen frische, trockenere Luft auszutauschen.
  • Da empfohlen wird, im Badezimmer mit rund 23 Grad die höchste Temperatur in der ganzen Wohnung zu haben, ist ein Lüftung über ein gekipptes Fenster nicht nur zu langwierig, sondern auch kontraproduktiv, da während des Lüftens bei abgedrehter Heizung der Raum zu sehr auskühlt (und damit Schimmelbildung droht) oder – falls die Heizung noch an ist – zu viel Heizenergie verschwendet wird.
  • Das Badezimmerfenster sollte immer weit geöffnet sein, wenn möglich, ist eine Querlüftung mit dem gegenüberliegenden Raum sinnvoll, um einen möglichst schnellen Luftaustausch zu ermöglichen.
  • Frühestens, wenn Spiegel und Fenster gar nicht mehr beschlagen sind, darf mit dem Lüften aufgehört werden! Dies kann bis zu einer Viertelstunde in Anspruch nehmen. Einen generellen Richtwert, wie lange gelüftet werden muss, gibt es nicht, da die Höhe der Luftfeuchtigkeit entscheidend ist.
  • Danach kann die Heizung wieder aufgedreht werden. Der Richtwert von 23 Grad Celsius ist bei 5-Stufen-Thermostatventilen etwa bei Stufe 4 erreicht. Auch für die effektive Beheizung bringt das Lüften einen Vorteil, denn die frische Luft erwärmt sich wesentlich besser als alte, feuchte Luft.

Die Vorteile eines Hygrometers

  • Ein Hygrometer ist ein Gerät, das die Luftfeuchtigkeit in einem Raum misst und das Messergebnis anhand einer Prozentzahl anzeigt.
  • Sofern im Badezimmer ein Hygrometer angebracht ist, geht ein hoher Prozentwert (von mehr als 60 Prozent) auf dem Hygrometer mit einer hohen Luftfeuchtigkeit einher.
  • Bei der Frage, wann ausreichend gelüftet wurde, hält man sich am besten an die Werte des Hygrometers – wenn die gemessene Luftfeuchtigkeit sprichwörtlich im „grünen Bereich“ ist, kann das Fenster wieder geschlossen und die Heizung aufgedreht werden.
  • Der Wert auf dem Hygrometer sollte stets im Auge behalten werden. Im Bedarfsfall sollte immer gelüftet werden, wenn das Gerät eine zu hohe Luftfeuchtigkeit anzeigt, und zwar solange, bis die Luftfeuchtigkeit wieder ein reguläres Maß erreicht hat.
  • Nur die Verbindung von ausreichend Lüften und ausreichend Heizen kann Schimmelbildung verhindern!

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